Schriftgröße:  
normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
     +++  Grenzenlos - 11.12.2018 Sprechtag in Ziemetshausen  +++     
     +++  ZuMa-Angebote  +++     
     +++  Rattenbekämpfung in Ziemetshausen am 11.12.2018  +++     
     +++  Datenschutzgrundverordnung  +++     
 

5.3 Sprache und Literacy

Das Erlernen und Üben der Sprache gehört mit zu den anspruchsvollsten Herausforderungen in der Entwicklung des Kindes und ist deshalb auch in unserer Kindertagesstätte von großer Bedeutung. Im Alter von ein bis drei Jahren findet bereits ein bedeutender Schritt in der Sprachentwicklung statt. Die Kinder lernen in diesem Alter innerhalb kurzer Zeit sehr viel, wobei die Sprachentwicklung eines jeden Kindes sehr unterschiedlich verlaufen kann.

Der tägliche Umgang miteinander, das direkte Ansprechen der Kinder und das aufmerksame Zuhören bilden die Basis für Kommunikation. Wir versuchen die Kinder durch eine sprachförderliche Umgebung sprachlich herauszufordern. Dies geschieht z.B. über das gemeinsame Betrachten von Büchern, Bildern und Fotos der Kinder, über Lieder, Verse und Fingerspiele, Geschichten, gemeinsame Gespräche im Kinderkreis, während des Essens, und auch in Pflege- und Wickelsituationen, sowie beim gemeinsamen Spiel.

Wichtig ist uns, dass die Kinder sich wohl- und ernst genommen fühlen. Ein kommunikatives Miteinander und das Formulieren eigener Wünsche und Bedürfnisse können erst entstehen, wenn das Kind merkt, man achtet auf mich, man hört mir zu, es ist in Ordnung so wie ich bin.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind „Sprachvorbilder“. Dies sind wir Erwachsene, und die anderen Kinder. Im sprachlichen Umgang mit den Kindern achten wir auf eine deutliche Aussprache, auf langsames Sprechen und auf eine bewusste Auswahl der Begriffe. Beim Ansprechen des Kindes haben wir so oft wie möglich Blickkontakt zum Kind. Wir begleiten unsere Handlungen und die der Kinder mit der Sprache, fordern sie auf mitzusprechen. Wir achten zudem auf unseren Tonfall, sprechen geduldig und höflich mit den Kindern. Kleine Kinder, die noch nicht alle Worte verstehen, hören bereits sehr gut anhand des Tonfalls wie etwas gemeint ist - z.B. ernste Stimme, wenn etwas nicht in Ordnung ist oder fröhliche Stimme, bei Lob und Freude.

Unsere sprachliche Förderung beginnt damit, dass wir eine sprachfördernde Atmosphäre schaffen, in der die Kinder angstfrei, unbeschwert und lustvoll sprechen, zuhören und ihre Sprache weiterentwickeln und Kontakt zu anderen aufnehmen können. Zu dieser sprachfördernden Atmosphäre gehören auch der Augenkontakt, Mimik, Gestik, Körperhaltung, Stimmlage, Ton – und Satzmelodie.

Das Gespräch gehört zu den wichtigsten Formen der Sprachförderung. Wir organisieren unseren Tagesablauf so, dass wir verschiedene Möglichkeiten haben, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, sei es in Einzelgesprächen nur ein paar Minuten oder in der Gruppe im Morgenkreis. Hier lernen die Kinder wiederum die Gesprächsregeln kennen und lernen sich daran zu halten.

 

 

 Kita Sprache

 

Die Bilderbuchbetrachtungen, das Erzählen und Vorlesen von Geschichten, Märchen, Rätseln, Reimen und Gedichten sind Kernelemente der „Literacy – Erziehung“ (Literacy – Erziehung ist Erziehung zu Buch-, Erzähl- und Schriftkultur).

In Rollen-, Tisch-, Sing-, Kreisspielen und Liedern werden die Kinder in ihrer Sprachentwicklung angeregt. Das Interesse an der Sprache wird geweckt. Auch das stetige Wiederholen fördert die Kinder in ihrer Sprachentwicklung.

 

Bücher

Bücher sind ein wichtiges Medium für Kinder. Sie sind ein Mittel, um die Umwelt kennen zu lernen, um Eindrücke zu erhalten, sie wieder zu erkennen und zu verarbeiten.

Außerdem bieten sie den Kindern ein hervorragendes Angebot zum Üben ihrer Sprachkompetenzen.

z.B. ein Kind betrachtet ganz aufmerksam ein Bilderbuch, dabei plappert und lautiert es, benennt vielleicht sogar schon Dinge und ahmt Geräusche der abgebildeten Tiere und Fahrzeuge nach. Ältere Kinder betrachten Bilderbücher mit großer Aufmerksamkeit und können bereits selber aus Lexika vieles erfahren.

In der gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung zwischen einer Bezugsperson und dem Kind wird intensiv Sprache gefördert. Bücher dienen der Konzentrationsfähigkeit - Zuhören, Aufmerksamkeit.

Bei uns im Kinderhaus sind die Bücher für alle Kinder frei zugängig und können jederzeit geholt werden. Es liegt beim Kind, ob es das Buch alleine, mit Freunden oder mit der Erzieherin anschauen möchte. Natürlich lesen wir den Kindern während des Freispiels die Bücher auch vor. Je nach Thema, Jahreszeit und Interesse wird das Buchangebot ergänzt und ausgetauscht. Gerade im Umgang mit Büchern ist uns auch eine gewisse Werteerziehung wichtig (wie gehen wir mit Büchern um, Wertschätzung, Reparieren von Büchern, Kleben von eingerissenen Seiten).

 

Fingerspiele

Fingerspiele begleiten uns in den Gruppen täglich, sei es im Kinderkreis, im Freispiel oder sonstigen intensiven Beziehungssituationen (Wickeln in der Krippe).

Fingerspiele machen den Kindern nicht nur Spaß, sondern sie fördern spielerisch:

 

 

 

  • Das Zählen lernen (mathematische Bildung)
  • Sich Verse und Texte merken (Kognitive Fähigkeit)
  • Sprechen, Reimen (sprachliche Bildung)
  • Klatschen, Patschen, Stampfen (rhythmisch-musikalische Bildung)
  • Die Verbindung von Bewegung, Sehen und Sprache fördert die sensomotorische Integration, was für den gesamten Wahrnehmungsbereich äußerst positiv ist.

 

Sprachkurs Deutsch:

Sowohl im Kinderhaus als auch in der Grundschule findet der Sprachkurs Deutsch statt. Er wird besucht von:

  • Kindern, deren beider Elternteile nicht deutscher Herkunft sind
  • Kinder , die beim Test durch den Erhebungsbogen Seldak in der Sprachentwicklung Auffälligkeiten gezeigt haben.